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3D-Konstruktion
Die gesamte Treppe — Stützturm, Diagonalverbände, Läufe, Podeste, Geländer — wird im 3D-Modell konstruiert. Daraus entstehen Schweißzeichnungen, Stücklisten und Verzinkerlosen.
StatikWerksplanung
Treppen · 2024 · Industriebau
Eine außenliegende Fluchttreppe in Stahlbau, feuerverzinkt — mit eigenem Stützturm vor die bestehende Halle gestellt, an Podesten in jedes Geschoss angebunden. Vorgefertigte Module aus dem Werk, in zwei Tagen montiert.
Projektbeschreibung
Eine Hallen-Erweiterung braucht einen vollwertigen zweiten Rettungsweg über alle Geschosse — als außenliegende Treppe, ohne Eingriff in die bestehende Fassade und mit minimaler Belastung des Hallenkörpers.
Die Treppe steht auf einem eigenen Stützturm aus geschweißten Stahlprofilen, mit Diagonalverbänden zur Windaussteifung. So überträgt sie ihre Lasten direkt in eigene Punktfundamente, nicht in die Halle.
An den Geschossen sitzen breite Podeste, von denen aus jeweils die Bestandstüren erreicht werden — die Anschlüsse an die Fassade reduzieren sich auf einzelne Konsolenanker und sind statisch bewusst klein gehalten.
Das Tragwerk und die Treppenläufe sind als geschweißte Stahlmodule vorgefertigt, im Werk geschliffen und im Tauchbad feuerverzinkt. Auf der Baustelle wird nur noch geschraubt — die Verzinkung ist die Schlussoberfläche.
Geländerfüllung an Treppenläufen und Podesten ist eine dichte vertikale Stabteilung, kindersicher nach DIN — die spätere Nutzungssituation der Halle (mit Personenverkehr) ist mitgedacht.
Konstruktion
Eigener Stützturm
Vier Stützen aus Rechteckhohlprofilen, untereinander mit Quer- und Diagonalverbänden ausgesteift. Die Treppe trägt sich selbst — die Halle nimmt nur Anschlusslasten an den Podesten auf.
Treppenläufe als Wangenkonstruktion
Zwei seitliche Stahlwangen mit eingeschweißten Setzstufenblechen und Gitterrosttritten — rutschfest, schnee- und wasserdurchlässig.
Geschosspodeste
Großzügige Wendepodeste an jedem Geschoss, mit Gitterrost belegt. Von dort führen kurze Anschlussstege an die Bestandstüren in der Fassade.
Geländer mit Stabfüllung
Vertikalstabfüllung in dichter Teilung an Läufen und Podesten — kindersicher nach DIN 18065, durchgehender Handlauf an Wand- und Außenseite.
Jede Stütze, jedes Podest und jeder Diagonalverband entsteht zuerst im 3D-Modell — daraus laufen Schweißzeichnungen, Stücklisten und Verzinkerlosen direkt in die Werkstatt.
Vor Ort steht in der Folge nur noch Montage an: Stützturm aufstellen, Treppenläufe einhängen, Podeste anschließen. Die Schlussoberfläche kommt aus dem Tauchbad mit.
Projektablauf
Drei Stationen — durchswipen, klicken oder mit den Pfeiltasten.
Bildstrecke
Projektdaten